Der PAP-Lappen (Profunda Artery Perforator Flap) ist eine moderne freie Lappenplastik aus dem Bereich des oberen hinteren Oberschenkels. Er hat sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen Alternative in der mikrochirurgischen Brustrekonstruktion entwickelt – insbesondere dann, wenn der Unterbauch nicht geeignet ist oder wenn bei schlanken Patientinnen ein alternatives Spenderareal benötigt wird.
Wann ist ein PAP-Lappen sinnvoll?
Ein PAP-Lappen ist besonders interessant, wenn am Unterbauch nicht genügend Gewebe vorhanden ist, wenn dort Voroperationen oder Narben bestehen oder wenn bewusst eine alternative Spenderregion gewünscht wird. Er eignet sich vor allem für Patientinnen mit schlankerem Habitus oder mit einer günstigen Gewebeverteilung im oberen Oberschenkelbereich.
Vorteile des PAP-Lappens
Der PAP-Lappen erlaubt eine rekonstruktive Lösung mit körpereigenem Gewebe, ohne die Bauchwand zu belasten. Die Entnahmestelle liegt diskret im Bereich der proximalen Oberschenkelregion. Für viele Patientinnen ist dieses Verfahren besonders attraktiv, wenn sie eine natürliche Rekonstruktion wünschen, aber kein geeigneter DIEP-Lappen verfügbar ist.
Grenzen und Besonderheiten
Das verfügbare Volumen ist nicht in jeder Patientin so groß wie beim DIEP-Lappen. Deshalb muss präoperativ sorgfältig geprüft werden, ob der PAP-Lappen für das gewünschte Rekonstruktionsvolumen ausreicht oder ob eine andere freie Lappenplastik besser geeignet ist. Auch hier ist die mikrochirurgische Expertise entscheidend.
Ziel der Behandlung
Ziel ist eine natürliche Brustrekonstruktion mit einer körpergerechten Form und einer Spenderregion, die funktionell gut toleriert wird und sich ästhetisch möglichst diskret in den Körper einfügt.